Radsportausflug in die Oberrheinische Tiefebene

Umkreist von Vogesen und Schwarzwald im Süden sowie Pfälzer- und Odenwald im Norden liegt die Rheinische Tiefebene, wie der Name bereits preisgibt, vom Rhein durchflossen und sich über eine Fläche von ca. 40 x 350 Quadratkilometern als ein relativ flaches Gelände erstreckend. Gute Bedingungen also für Radfahrer und Radfahrerinnen.

Darüber hinaus bietet die Gegend ein großes Angebot an Kultur und Sehenswürdigkeiten, und ist damit eine optimale Reiseregion für den Jahresausflug der Radsportabteilung des ASC – Loope.

Als konkretes Ziel hatten sich die Radsportlerinnen und Radsportler eine der ältesten Städte Deutschland ausgesucht und steuerten am Freitag, den 11. August Speyer an, um dort ein aktionsreiches Wochenende zu erleben.

Mit den Rädern auf dem Gepäckträger bewältigten 12 Abteilungsmitglieder die 280km lange Anreise mit dem Pkw, außer Uli Wendeler und Markus Schumacher, die die Herausforderung annahmen und schon donnerstags starteten um die Anfahrt in zwei Etappen mit dem Rad zurück zu legen.

So ging es am ersten Tag durch Aggertal und Siegauen über Bonn-Beuel bis Königswinter, wo der Rhein überquert wurde, und weiter nach Rüdesheim. Nach den regnerischen Wochen erfreuten sich die beiden über den ersten sonnigen Tag und erlebten die Fahrt durch das Weltkulturerbe Mittelrhein bei wolkenlosem Himmel. Nach 180km wurde Bingen erreicht und das Etappenziel war nur noch eine Fährüberfahrt entfernt.

Die zweite Etappe führte dann durch die Pfalz, auf südlichem Kurs direkt nach Speyer. Abseits des Rheins änderte sich die Landschaft und es waren nunmehr Höhenmeter zu überwinden. Die Reise führte weitgehend durch Weinberge wie sie typisch für die Pfalz sind, über ein hügeliges aber dennoch weit- sichtiges Gelände. So waren bis Grünstadt fast 1000 Höhenmeter zu überwinden, bis die Etap- pe flacher wurde und nach weiteren 100km das Hotel Sperling in Speyer erreicht wurde, wo die Reisegruppe nun vollzählig war.
Nach diesen Anstrengungen lies man den Tag am Steinhäuserwühlsee im Biergarten aus- klingen.

Für Samstag stand ein Radrundfahrt auf dem Programm und so brach die Gruppe am Morgen nach Bad Dürkheim auf. Die Strecke führte über flacheres Terrain übers Land, entlang weitläufiger Gemüsefelder mit Blick auf den Pfälzer Wald. Gegen Mittag wurde der Gardierbau in Bad Dürkheim erreicht. Dabei handelt es sich um die Verrieselungsanlage der ehemaligen Saline am Kurpark. Über ein 18m hohes Holzgerüst, dessen Felder mit Schwarzdornreisig verfüllt sind, rieselt stetig eine Salzsole. Sedimente lagern sich am Reisig ab und Wasser verdunstet, was sowohl die Konzentration als auch die Qualität des Salzes in der 300m langen Anlage steigert.

So viel Salz macht durstig – Zeit für den Mittagstisch im benachbarten Biergarten.

Der zweite Teil der Rundfahrt gestaltet sich dann entlang der Weinstraße etwas hügeliger und bot den Loopern ein abwechslungsreicheres Panorama. Nach ca. 80km erreichte man wieder die Unterkunft um sich für einen abendlichen Ausflug in die historische Altstadt zu Rüsten. Mit Blick auf den Speyrer Dom lies man einen herrlichen Urlaubstag im Wirtshaus am Dom ausklingen.

Am Sonntag ging es wieder zurück nach Loope, jedoch nicht ohne eine der Hauptattraktionen Speyers zu besuchen. Eine Stippvisite ins Technikmuseum war ein letzter Höhepunkt. Beeindruckend sind dort Originale als Exponate ausgestellt. So ließen sich dort alte Dampflokomotiven ebenso wie ein Jumbojet oder eine Antonov-Transportmaschine bewundern. Nachdem von Oldtimern über U-Boote bis zur Raumfähre alles in Augenschein genommen wurde stiegen die Radsportler und Radsportlerinnen beeindruckt in ihre profanen Fortbewegungsmittel um den Heimweg nach Loope mittels Pkw anzutreten.

Die Eindrücke eines schönen Wochenendes begleiteten die Teilnehmer und förderten bereits die Vorfreude auf die Tour 2024 ins Saarland, soviel steht schon fest.

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