Mit dem Rad durch das Jahr

Wo die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt,

die Berge hoch ragen, der Amboss erklingt.

Wo die Quelle noch rinnet aus moosigem Stein,

die Bächlein noch murmeln im blumigen Hain.

Wo im Schatten der Eiche die Wiege mir stand,

da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.

Dies ist die erste Strophe des bergischen Heimatliedes. Vielleicht ein bisschen kitschig, aber dennoch schön! Mich laden diese Liedzeilen zum Träumen ein und ich bin stolz und glücklich das Dörfchen Loope zwischen Agger, Wald und Weiden meine Heimat nennen zu dürfen.

Die wunderschöne Natur, die uns umgibt, ist ein großer Schatz, den es sowohl zu entdecken als auch zu bewahren gilt. Am liebsten genieße ich diese gemeinsam mit den Radsportlerinnen und Radsportlern des ASC Loope vom Rücken meines Mountainbikes aus. Wenn wir gemeinsam mit Rennrad und Mountainbike aufbrechen, dann gelingt es schnell all den Ballast und die Geschwindigkeit des Alltags zu vergessen. Einfach nur in die Pedale treten und genießen. Pedalumdrehung um Pedalumdrehung.

Dabei hat jede Jahreszeit hat ihren ganz eigenen Scharm. Dazu zeige ich Euch bzw. Ihnen, aus dem vergangenen, Jahr einige festgehaltene Eindrücke:

Der Winter ist kalt und ungemütlich. Da bleibt man besser zuhause! Oder? – Nein! Am Sonntagmorgen über eine dünne Decke aus feinem Schnee zu fahren ist einfach schön! Unter den Rädern knirscht der frische Schnee und die eiskalte frische Luft durchströmt unsere Lungen.

Kurzes innehalten, die klare kalte Winterluft tief einatmen und die schöne Landschaft genießen.

Bei zweistelligen Minusgraden lauern hinter so mancher Kurve tückische Eisschollen. Da lässt auch der hartgesottenste Radsportler (Uli) das MTB schonmal stehen und wandert lieber über die hart gefrorenen Wege. – Hauptsache gemeinsam raus in den Wald!

Der Frühling kommt und die Wege tauen auf! So gut die ersten Sonnenstrahlen für die Seele sind, umso tiefer und matschiger werden die Wege! Da kostet der Anstieg hoch nach Schalken ordentlich Körner!

Oben angekommen entschädigt der Blick auf ein Meer aus wilden Narzissen und Schneeglöckchen die Anstrengungen!

Auf der Abfahrt ist höchste Konzentration geboten! Vom Sturm umgeblasen, versperrt so mancher Baum vielleicht schon hinter der nächsten Kurve den Weg. Da muss hin und wieder eine Kletterpartie eingelegt werden.

Am 20. März war dann auch offiziell endlich Frühlingsanfang. Die Sonne hat sich für uns besonders anstrengt und bescherte mit ihren letzten Strahlen des ersten Frühlingstages eine wunderbare Abendstimmung.

Das Radeln in den Sonnenuntergang. Das bedeutet aber auch, dass langsam die Helmlampen eingeschaltet werden müssen!

Zu den anstrengendsten Anstiegen in unseren Wäldern zählen die Wege rauf zur hohen Warte bei Ründeroth. Oben angekommen lohnt es sich, trotz der müden Beine, noch die Stufen auf den Turm zu erklimmen. Der Blick über das, ins Licht des Freitagabend getauchte, Aggertal ist der perfekte Start ins Wochenende!

Uli kennt wohl jeden Winkel, jeden Stein und jeden Hügel. Vom Turm der hohen Warte aus steht er uns erklärend zur Seite – Google Maps ist dagegen nichts! 😉

Auch Nadine genießt die Aussicht. Eine Tolle Belohnung für die in den Beinen noch nachbrennenden Höhenmetern!

Der Sommer neigt sich dem Ende und der Herbst steht vor der Tür! Nadine und Hans Joachim genießen die letzten warmen Sonnenstrahlen und legen bei beeindruckender Aussicht eine kurze Pause ein. So imposant der Anblick des Kölner Doms aus der Nähe auch ist, für mich ist es etwas Besonderes ihn über Hügel und Wälder zu betrachten.

Jetzt aber schnell weiter! Die Tage werden kürzer und das Tageslicht schwindet. Da wird es Zeit ins Sportheim zu Rita zu fahren! Dort wartet sie schon mit frisch gezapftem Bier und leckerem Kartoffelsalat.

Ich hoffe, dass Dir, liebe Leserin, lieber Leser die Impressionen des Radsportjahres gefallen haben! Wenn Du jetzt Lust bekommen hast zusammen mit den Looper Radsportlern die Natur des Aggertals zu erkunden – Komm einfach mal mit!

Ab dem 17. April treffen wir uns wieder jeden Freitagabend um 18 Uhr für eine ca. zweistündige Ausfahrt an der Looper Kirche. Von dort startet dann Rennrad- und die Mountainbikegruppe.

Du hast sportlichen Ehrgeiz, bist aber kurz nach dem Winter noch nicht 100% fit? Das soll Dich nicht abhalten. Bei unseren Trainingsausfahrten zählt das gemeinschaftliche Erlebnis! Keiner wird zurückgelassen. Wer als erster oben am Berg ist, der fährt einfach wieder um und unterstützt die Radsportkollegen mental beim Anstieg.

Bei Fragen kannst Du Dich auch gerne an wenden.

Wir freuen uns auf Dich!

Narbe glüh!

Christian Schumacher

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